Cremlingen sucht Unterstützung bei Wahlhilfe – meine Erfahrungen

Die Gemeinde Cremlingen sucht Wahlhelfer*innen für die anstehende Kommunalwahl in Niedersachsen am 13. September 2026.

Ich bin seit vielen Jahren Wahlhelfer und kann es empfehlen! Mich freut es jedes Mal, Teil dieses wichtigen demokratischen Vorgangs zu sein. Man bekommt einen tiefen Einblick in unser Wahlsystem, kommt mit vielen Menschen in Kontakt und ist Teil der Gemeinschaft.

Niemand braucht Angst davor zu haben, dass es kompliziert oder schwierig sein könnte. Ihr seid nie allein und habt immer genügend andere Wahlhelfer*innen dabei, die das schon lange machen. Außerdem ist alles sehr gut geregelt und in detaillierten und einfach zu folgenden Anleitungen beschrieben.

Normalerweise sind es acht oder neun Wahlhelfer*innen je Urne. Man trifft sich um 7:30 Uhr und bildet zwei Schichten je vier bis fünf Personen: Die erste Schicht kann dann von 8–13 Uhr sein und die zweite von 13–18 Uhr. Ab 18 Uhr sind alle zur Auszählung da. Die dauert bei Kommunalwahlen etwas länger, weil die Auszählung aufwendiger ist, ich schätze bis 20:30 oder 21 Uhr. Ihr werdet bevorzugt in eurem eigenen Ort eingesetzt.

Anekdoten

Prinzipiell sind Wahlhelfender auch nach ihrem Dienst der Verschwiegenheit verpflichtet, was sich aus den entsprechenden Wahlgesetzen ergibt, je nach Wahl bspw. bei der Kommunalwahl nach § 10 Absatz 4 Niedersächsische Kommunalwahlordnung (NKWO):

Die Wahlvorsteherin oder der Wahlvorsteher wird von der Gemeinde, in Samtgemeinden von der Samtgemeinde, zur unparteiischen Wahrnehmung des Amtes und zur Verschwiegenheit über die bei der amtlichen Tätigkeit bekannt gewordenen Tatsachen verpflichtet.

Oder bei der Bundestagswahl nach § 10 Absatz 2 Bundeswahlgesetz (BWahlG):

Die Mitglieder der Wahlorgane, ihre Stellvertreter und die Schriftführer sind zur unparteiischen Wahrnehmung ihres Amtes und zur Verschwiegenheit über die ihnen bei ihrer amtlichen Tätigkeit bekanntgewordenen Angelegenheiten verpflichtet. Sie dürfen in Ausübung ihres Amtes ihr Gesicht nicht verhüllen.

Deshalb darf ich nicht von Ereignissen erzählen, durch die Personen identifiziert oder Wahlentscheidungen erkennbar werden könnten. Ich bin seit vielen Jahren vielfach Wahlhelfer in mehreren Wahllokalen mehrerer Gemeinden gewesen. Dabei habe ich alle Wahlen mitgemacht: Bundestagswahl, Landtagswahl, Europaparlament, Kommunalwahl. Und da ich nur sehr allgemein erzähle, werden Rückschlüsse nicht möglich sein.

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Streit um BBZ Cremlingen: Erbaut dank der SPD, aber auch nicht ohne Startschwierigkeiten

Im Wahlkampf zur Kommunalwahl 2026 in Cremlingen ging es in der zweiten Runde um das Bildungs- und Begegnungszentrum (BBZ) und ich möchte die Beiträge der CDU und SPD tiefgehend analysieren, nachdem ich die erste Runde zum Doppelhaushalt bereits ausführlich betrachtet hatte.

Am 14. Februar wurde eine Pressemeldung von Volker Brandt veröffentlicht, Vorsitzender des CDU-Ortsverbands Cremlingen. Die Reaktion von Jens Drake erschien am 19. Februar. Herr Drake ist Ortsbürgermeister von Cremlingen und SPD-Kandidat für das Amt des Bürgermeisters der Gemeinde Cremlingen.

Die Auseinandersetzung drehte sich um das BBZ, dessen Darstellung durch die SPD, den Anteil der CDU am Bau des BBZ sowie Mängel im Betrieb und den Umgang der Verwaltung mit diesen Mängeln.

Herr Brandt und Herr Drake sind sich in einigen Punkten einig:

  1. Das BBZ ist ein Zugewinn für die Gemeinde.
  2. Die Ausstattung des BBZ hat noch Mängel.
  3. Die Abarbeitung der Mängel dauert lange.
  4. Die Verwaltung des BBZ lief bisher nicht optimal.

Es gibt aber auch klare Uneinigkeit:

  1. Ob die Darstellung des BBZ in einem Flyer der SPD angemessen ist, insbesondere:
    1. Ob das BBZ eine Erfolgsgeschichte ist.
    2. Ob es vollständig nutzbar ist.
  2. Wo die Flyer verteilt wurden.
  3. Welche Anteile SPD und CDU an der Errichtung des BBZ hatten.
  4. Ob das Mängel-Management durch den Bürgermeister und die Verwaltung angemessen ist.

Diese Uneinigkeiten möchte ich im Detail betrachten.

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